Klimaschutzstandards für die energieintensive Industrie: Wer effizient produziert, erhält Zertifikate kostenlos

Unternehmen erhalten ab 2013 ihre die Emissionszertifikate nicht mehr wie bisher kostenlos, sondern müssen sich im Prinzip an einer Versteigerung beteiligen. Das kann zu hohen Belastungen für viele Betriebe führen. Daher hatte die Christdemokratische Fraktion im Europäischen Parlament gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel das Prinzip der sogenannten "Benchmarks" (Klimaschutzstandards) durchgesetzt. Das bedeutet, dass die 10 Prozent der effizientesten Unternehmen in Europa in der jeweiligen Branche die Zertifikate, die sie benötigen, auch nach 2013 kostenlos erhalten. Die restlichen 90 Prozent müssen die Differenz zwischen dem, was man nach dem besten Stand der Technik ausstößt und ihrem tatsächlichen (schlechteren) Ausstoß mit Zertifikaten ausgleichen – sie müssen also dafür zahlen. Viele Süd- und Osteuropäer haben die konkreten Vorschläge für die Benchmarks im März 2011 abgelehnt, weil ihre Anlagen nicht effizient sind - Südwestfalen ist hier viel besser aufgestellt als die alte Anlagen in Polen, Spanien oder Griechenland.