Stromkostenkompensation - Ausgleich für indirekte Belastungen durch Emissionshandel

Neben der Einführung der carbon-leakage-Liste und dem Prinzip der "Benchmarks" (siehe oben), gibt es eine weitere Maßnahme, um die europäische Industrie vor einer Überbelastung durch den Emissionshandel zu schützen. Da die Stromerzeuger für die Stromproduktion ab 2013 Zertifikate vollständig am Markt ersteigern müssen, steigt der Strompreis an. Für viele Unternehmen, die besonders viel Strom für ihre Produktion benötigen, ist das eine hohe indirekte Belastung. Deshalb dürfen die Mitgliedsstaaten hier den Unternehmen einen finanziellen Ausgleich gewähren, ähnlich wie es in Deutschland mit der Ökosteuer getan wird (Spitzenausgleich). Zu den für Ausgleichszahlungen in Betracht kommenden Wirtschaftsweigen zählen Hersteller von Aluminium, Kupfer, Düngemittel, Stahl, Papier, Baumwolle, Chemikalien und einigen Kunststoffen.

Eine vollständige Liste der beihilfeberechtigten Sektoren finden sie im Hinergrundpapier indirekte Emissionen 30.05.2012.

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